Sie hat die textile Innenausstattung der Swiss-Airbusse realisiert, beliefert ein Wellnesshotel mit selbstentworfenen Bettflaschen und führt ihre eigene Mode- und Homeaccessoires-Kollektion. Caroline Flueler hat als Textildesignerin Erfolg und setzt dabei hauptsächlich auf Karos.
Von Caroline Fluelers Atelier aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Zugersee. Es befindet sich immer noch am gleichen Ort, wo sie 1994 ihre berufliche Karriere gestartet hat: im Kellergeschoss des Elternhauses. Ihre Mutter musste die Waschküche opfern, als die frisch diplomierte Textildesignerin damals verkündete, sie stelle eine Siebdruckvorrichtung hinein und werde fortan Bordüren bedrucken. Die Textilbänder nähte sie an Wolldecken, fotografierte das Ganze und achte daraus Postkarten, die sie an Freunde und Bekannte veschickte. Die eingegangenen Bestellungen verhalfen ihr zu ihren ersten Aufträgen. Inzwischen sind 16 Jahre vergangen, und Caroline Flueler ist zu einer gefragten Gestalterin geworden. Die Siebdruckanlageist einem Computer gewichen, an dem sie ihre Dessinsentwirft, und über dem Atelier ohnt sie nun gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden kleinen Kindern.
Geblieben sind die vielen Stoffballen, die sich auf den Arbeitstischen türmen oder an den Wänden lehnen. «Bei mir sieht es zeitweise wie auf einem Warenumschlagplatz aus», lacht die 41-Jährige. Geblieben ist auch ihre Vorliebe für Karomuster. Sie sind zu ihrem Markenzeichen geworden, in der Zwischenzeit ergänzt durch Streifen- und Punktmuster. Die feinabgestimmten Proportionen und das durchdachte Flächengewicht der Farben sind es, die die Handschrift der Oberwilerin auszeichnen. Es sind langlebige, klassisch-elegante Motive. «Konkrete Kunst hat mich immer sehr interessiert und mir als Inspirationsquelle für meine Motive gedient», erklärt Caroline Flueler.
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