| April 2007 Das Bad avenciert je länger je mehr zum Wohn- und Erlebnisraum. Mit den steigenden Ansprüchen nehmen auch die Herausforderungen an die Gestaltung des privaten Badezimmers zu.
Ein Stimmungsbild aus erster Hand Die Abendländische Badkultur wird seit längerem durch kulturelle Einflüsse aus orientalischen Ländern geprägt. Entsprechend wird der Gestaltung von privaten Badezimmern eine immer grössere Aufmerksamkeit geschenkt. Vielfältige Farben und Formen finden ihren Einzug in unsere heimischen Badezimmer. Bei der Gestaltung der Nassräume sind etliche Kriterien zu beachten; denn die Einrichtung soll sowohl erschwinglich als auch zuverlässig und funktionell sein. Eine harmonische Abstimmung der einzelnen Elemente und Kriterien bilden die Grundlage für die individuelle Ausgestaltung der privaten Wellnessoasen.
Visuelle Höhepunkt gekonnt in Szene gesetzt Christian Schlatter, Fachexperte für den Badbereich bei Richner Bäder und Plättli stellt einige markante Einrichtungstrends für das Frühjahr 2007 fest. Farben und Formen spielen in Einrichtungsfragen eine immer grössere Rolle. Fröhliche, warme Farbtöne sowie naturnahe, grobstrukturierte Holztönungen sind sehr gefragt. Im Gegensatz zu den eher gedämpften, natürlichen Farben werden vermehrt auch punktuell kräftige Töne wie orange und grün, violett und Pink-Töne eingesetzt.
Der aktuellste Trend an den diesjährigen Messen zeigt sich in einem gewagten Stil-Mix aus geometrischen und verspielten Formen. So werden zum Beispiel geradlinige, klare Designs mit den üppigen und geschwungenen Mustern aus der Jugendstilzeit kombiniert. Diese Mischung aus Purismus und reicher Ornamentik deutet auf einen neu entdecken, lustvollen Umgang mit unterschiedlichen Formen hin.
Ergänzende Einrichtungsgegenstände setzen das Badezimmer ins richtige Licht Auch die klassischen Badmöbel, einst als nutzenorientierte Stauräume eingesetzt, erfreuen sich einer grossen Beliebtheit und werden vermehrt bewusst in den Blickpunkt gesetzt. Die Stil-Präferenzen unterscheiden sich zwischen klassischen Möbel-Kombinationen mit integrierten Lavabos oder frei schwebenden Unterbaumöbeln. Bei den letzteren werden die Lavabos auf Platten aus Holz, Stein oder Glas gestellt. So oder so bieten die attraktiven Badmöbel attraktive Möglichkeiten, um möglichst viel Stauraum auf kleinstem Platz zu generieren.
Grössere Nassräume bieten natürlich auch Platz für ergänzende Einrichtungen. Das klassische Boudoir mit Sitzgelegenheiten, meist in Kombination mit Ablageflächen und einem Spiegel auf Sitzhöhe findet wieder Einzug in unsere Badezimmer. Grosse Spiegelflächen, oftmals mit integrierter LED-Technologie und in Kombination mit modernster Lichttechnik sind gefragter denn je. Oftmals werden die Spiegelschränke direkt in das Mauerwerk eingelassen; eine Technik, welche die Räumlichkeiten klar und schnörkellos erscheinen lässt.
Schlichte Materialien und einheitliche Formensprache lassen Raum für die Ausgestaltung individueller Stilrichtungen So farbig und individuell sich die Platten oder Badmöbel präsentieren, bei Waschtischen, Toiletten und Wannen wird in den meisten Fällen die Farbe weiss bevorzugt. Im Bereich der Waschtische, Wannen und Toiletten steht Keramik immer noch an erster Stelle. Erzeugnisse aus Mineralguss, Glas, Metall oder Beton werden eher als Nischenprodukte gehandelt. Bei den Wannen erfreut sich die Kombination Stahl-Email an grosser Beliebtheit. Jedoch werden auch zunehmend Acrylwannen eingesetzt. Als sehr modern gelten Armaturen und Garnituren aus Edelstahl; der Anteil verkaufter Produkte aus Chrom ist in der Sanitärbranche aber nach wie vor um ein vielfaches höher.
Wer eine einheitliche und harmonisch aufeinander abgestimmte Formensprache bevorzugt, ist mit einem Komplettbad meistens gut beraten. In den Ausstellungen von RICHNER Bäder und Plättli finden sich stilvolle Komplettbäder von grossen Designern wie Philipp Starck und Joop. |